Einteilung in die Wirkmechanismen

Antibiotika können verschiedene Stellen der Bakterienzellen angreifen und sie somit unschädlich machen.

Man unterscheidet dabei zwischen den Angriffsorten:

  • Zellwand
  • DNA und mRNA
  • Proteinbiosynthese
  • Cytoplasmamembran bzw. Zellmembran

Zellwand:

Damit eine Zellwand stabil bleibt, muss sie ständig erneuert werden. Dazu werden die benötigten Zellwandbausteine mit Hilfe sogenannter >>Penicillinbindeproteinen (PBP)<< vernetzt. Antibiotika binden an die PBP [2.] und verhindert somit, dass die Zellwandbausteine verknüpft werden können. Zusätzlich setzt die Bindung der Antibiotika die Enzyme >>Autolysin<< frei [3.], was letztendlich zur Instabilität und Auflösung der Zellwand führt [4.]. Diese kann dem Druck im Zellinnerern nicht mehr Stand halten, woraufhin die Zelle platzt und stirbt.

 

 

DNA und mRNA

Ein Körper benötigt Proteine und Enzyme, die auf Grund der Erbinformationen gebildet werden. Damit diese richtig umgesetzt werden können, muss die DNA zunächst zu einer mRNA umgewandelt werden. Die DNA besteht aus zwei helixförmigen Strängen und die mRNA ist eine Art Abschrift eines DNA-Stranges, welche als Grundlage für die Herstellung der Proteine und Enzyme dient. Antibiotika hindern die DNA daran, mit Hilfe der RNA-Polymerase, in die mRNA umgeschrieben zu werden, indem es den Vorgang blockiert. Dieser Vorgang wird, je nach Art des Antibiotikums, auf verschiedene Weisen verhindert.

Proteinbiosynthese

Ist die DNA in eine mRNA übersetzt worden, sorgen bestimmte Molekül-Komplexe dafür, dass aus den Informationen der mRNA die richtigen Bausteine für die benötigten Proteine und Enzyme verknüpft werden. Diesen Vorgang, der Übersetzung von mRNA zu den Bausteinen, nennt man >>Translation<<. Antibiotika verhindert den Ablauf des Übersetzens, oder sorgen dafür, dass es zu falschen Übersetzungen der mRNA kommt, wodurch die Bakterien geschädigt und für bestimmte Antibiotika anfälliger werden.

 

 

Cytoplasmamembran bzw. Zellmembran

Die Cytoplasmamebran umschließt die Flüssigkeit im Inneren einer Zelle. Sie sorgt dafür, dass die Ionenkonzentration gleich bleibt und das der Transport von Stoffwechselprodukten geregelt stattfinden kann. Zudem ist sie für die Absonderung von Bestandteilen der Zellmembran und löslichen Proteinen zuständig. Antibiotika können an die Membran binden, oder Kanäle in ihr bilden, wodurch die beschriebenen Vorgänge gehindert werden und den Bakterien schaden.

Quellen:

http://www.med-college.hu/de/wiki/artikel.php?id=197&lan=1

http://www.staff.uni-mainz.de/freesec/Download/Mikrobiologie/Mikrobio-Anfaengeruebung/Antibiotika%20und%20Wirkung.pdf


Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!